Schön ist’s auf dem Moselsteig

Seid fast einer Woche besteigen wir nun schon den Moselsteig. Mit seinen 365 km Länge werden wir dem Langstreckenwanderweg auch sicherlich noch einen ganzen Monat bis zu der französischen Grenze folgen. Erfreulicher Weise lässt es sich hier ganz gut aushalten. Gestartet sind wir in Koblenz. Hat man die Stadt hinter sich gelassen, schlängeln sich die schmalen Pfade des Moselsteigs entlang alter Trockenmauern, durch idyllische Weinberge, hoch zu historischen Burgen und wieder hinunter ins Tal, zum Fluss selbst.

In dem schwierigen Gelände machen sich auch endlich mal diese Ziegen bezahlt 😉.

Unten im Tal, entlang der Mosel, drängen sich beschauliche Winzerörtchen, welche zumeist als Etappenziele einzelner Teilstrecken angedacht sind. Wir selbst hatten bis jetzt das Glück, die hiesige „Hütten-Infrastruktur“ nutzen zu können.

Schutzhütte an der Sauerquelle

Diese sind vereinzelt zwischen den Etappen auffind- und frei nutzbar.

Schutzhütte im Alzbachtal

Da auf dem Moselsteig gar nicht so viel los ist wie man meinen könnte, haben wir die Möglichkeit die Schutzhütten mit Sack und Pack zu besetzen.

Unser Gepäck peppen wir außerdem mit zusätzlichem Gewicht in Form von der ein oder anderen Weinflasche auf. So lässt sich die Aussicht nach einem anstrengenden Aufstieg vom Tal in die Weinberge noch besser genießen 😋.

Wer zufälliger Weise mehr freies Kapital zur Verfügung hat als wir es haben, dem bieten die Örtchen auch eine gute Verpflegung und Unterbringung an. Aber auch mit wenig Geld kommt man auf dem Moselsteig gut voran. Die Mosel selbst lädt zum Baden ein, als Unterkunft können die Hütten (sogar ganz legal) genutzt werden und das Geld für einen regionalen Wein bekommt man auch noch zusammengekratzt. Generell sind die regionalen Produkte hier eine feine Sache. Unter „Heimat schmeckt“,bzw. der gleichlautenden Onlinepräsenz, lassen sich kostengünstige regionale Lebensmittel und deren Hersteller*innen entdecken und kennenlernen.

Wir haben beispielsweise Josef auf seiner historischen Apfelwein-Kelterei „Hasdenteufel“ in Hatzenport besucht.

Ich komme ja aus Hessen, und finde, dass Apfelwein in keinem Weingebiet fehlen sollte -auch nicht an der Mosel. Der leckere Apfelwein wird in traditioneller Handarbeit hergestellt und man hat sich vor Ort viel Zeit genommen uns die einzelnen Schritte zu erklären und Fragen zu beantworten. Einfach so, ungebucht, ganz spontan und Apfelwein zum probieren gab’s auch. 😊

Nun geht es für uns wieder auf den Jakobsweg, denn stellenweise überschneidet sich dieser mit dem Moselsteig. Bis zum nächsten Mal

!!FASTINFRANKREICH!!

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