Müde, Hunger, Pipi, Durst..

Wir sind so müde…Und trotzdem gehen wir jeden Tag weiter. Jeden Tag stehen wir auf, packen unsere Sachen, satteln die Ziegen und gehen weiter. Wir studieren die Karte -wo gibt es Wasser? Wo gibt es den folgenden Tag Wasser und wo den Tag danach? Regnet es bald? Wir brauchen Vorräte, wo kaufen wir ein? – Dann geht es los: Zum nächsten Ort, oder dem nächsten Wald, den folgenden Unterstand, den Bach, die Pfütze, den Bretterverschlag usw. Über Landstraßen, Autobahnbrücken, über Flüsse und durch Städte.

Wir waschen unsere Wäsche im Fluss, und uns auch, bei Wind und Wetter. Die Füße tun uns weh, alles tut weh, aber wir müssen weiter, jeden Tag. Weil es kaum Orte gibt, an denen wir sein dürfen. Da „Wildzelten“ in Deutschland illegal ist, brauchen wir jeden Abend einen Ort, an dem wir möglichst wenig auffallen. Das bedeutet auch jeden Morgen früh aufzustehen und schnell das Zelt abzubauen. Immer weiter. Die Angst erwischt zu werden begleitet uns jeden Tag. Die Menschen die uns auf unserem Weg begegnen sind teils sympathisch, nett, interessiert und, so ist es eben auch, teils nervig, immer mit der Kamera ins Gesicht, laut und anstrengend.

IGITT!! Andere Ziegen!

Also setzen wir ein Lächeln auf, gehen weiter und unterhalten uns darüber, welche Begegnung wir gut fanden, wir reden darüber, dass das Wetter kommende Woche besser werden soll, wir stellen uns vor, dann an einem See zu sein. Vielleicht zwei ganze Tage. Einfach in der Sonne liegen. Einfach so…

So! Genug gemeckert, erst mal runter vom Berg!

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